Das Rudolf-Virchow-Zentrum ist das DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin und gehört als Zentrale Einrichtung zur Universität Würzburg. Im Januar 2002 ging es als eines von drei im Sommer 2001 bewilligten Pilotprojekten an den Start, mit denen die Deutsche Forschungsgemeinschaft nationale "Centers of Excellence" fördern will. Die Arbeitsgruppen arbeiten auf dem Gebiet der Schlüsselproteine. Das sind Proteine, die für die Funktion von Zellen und damit für Gesundheit und Krankheit besonders wichtig sind.
Alle Gruppen arbeiten eng mit nationalen und internationalen Wissenschaftlern zusammen. Um Kooperationen auch innerhalb Würzburgs zu stärken und um besonders interessante, aber auch risikoreiche Projekte zu fördern, wurde Anfang 2006 das RVZ-Netzwerk eingerichtet. Eng verbunden mit dem Rudolf-Virchow-Zentrum ist das Bio-Imaging Center, das Ende 2005 gegründet wurde. Ziel ist es, neue bildgebende Verfahren für Schlüsselproteine zu entwickeln und zu etablieren. Gefördert werden die Gruppen vom Bayerischen Staat und der Universität Würzburg.
Außerdem gehört ein Lehr- und Ausbildungsbereich zum Rudolf-Virchow-Zentrum, der gemeinsam mit den Fakultäten für Biologie und Medizin einen Studiengang Biomedizin an der Universität Würzburg und die "Graduate School of Life Sciences" für Doktoranden anbietet. Die Graduate School wird im Rahmen der ersten Förderlinie der Exzellenzinitiative gefördert. Das Public Science Center, eine eigene Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit, setzt sich für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein.