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Rudolf Virchow Zentrum

DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin der Universität Würzburg

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Nachwuchs für das Rudolf-Virchow-Zentrum

11.01.2013 | Presseinformation

Die US-Amerikanerin Dr. Ann Wehman startet am Montag, 14. Januar, eine neue Nachwuchsgruppe am Rudolf-Virchow-Zentrum. Das Hauptaugenmerk ihrer Forschung gilt der Zellmembran, der Hülle um die Zelle. Besonders die Abspaltung kleiner Bläschen von der Membran wird die neue Forschungsgruppe Membranbiologie am DFG-Forschungszentrum der Universität Würzburg unter die Lupe nehmen.

Dr. Ann Wehman wird die neue Arbeitsgruppe Membranbiologie am Rudolf-Virchow-Zentrum leiten. (Bild: Wehman)

Diese nachkolorierte Aufnahme aus dem Elektronenmikroskop zeigt in der Bildmitte in lila Vesikel, die sich von einer Zelle abschnüren. (Bild: Ann Wehman)

Die Membran umhüllt eine Zelle, wodurch sie stabil und gegen äußere Einflüsse geschützt wird. Um mit anderen Zellen in Kontakt treten zu können, bildet die Membran kleine ovale Bläschen, so genannte Vesikel. Diese Vesikel tragen oft Nachrichten in Form von Proteinen oder anderen Bestandteilen der Zelle und transportieren diese zu einer benachbarten Zell-membran. Wie genau die Vesikel von der Membran gebildet werden, ist noch nicht klar.

Dr. Ann Wehman hat jedoch ein Protein entdeckt, das die Ausbildung dieser Vesikel zumin-dest in bestimmten Zellen verhindern kann. Durch molekulare Veränderungen dieses Pro-teins erhofft sie sich nun, neue Erkenntnisse über die Bildung der Vesikel zu erhalten. Au-ßerdem will sie weitere Proteine identifizieren, die für Funktion und Entstehung von Vesikeln wichtig sind.

Die Mechanismen dabei scheinen ähnlich zu sein wie bei einigen Viren, die sich verbreiten, indem sie sich in Bläschen von der Zellmembran abschnüren. Ein besseres Verständnis die-ser Vorgänge würde helfen, solche Krankheitserreger einzudämmen. Auch können die Vesi-kel Hinweise auf Krankheiten enthalten. Gelänge es, sie einzusammeln, müssten Ärzte etwa bei Krebspatienten nicht mehr so häufig Gewebeproben entnehmen, um den Verlauf der Krankheit zu beobachten.

Zuletzt beschäftigte sich Ann Wehman mit der Biologie der Zellmembran als Postdoc in der Arbeitsgruppe um Professor Jeremy Nance an der NYU School of Medicine in New York. Zuvor absolvierte Sie ein Masterstudium  „Genetik“ an der University of California in San Francisco, wo sie später in der Arbeitsgruppe um Professor Herwig Baier auch promovierte.

Die neue Nachwuchsgruppe um Dr. Ann Wehman ist eine erstklassige Ergänzung für die Forschung am Rudolf-Virchow-Zentrum. Ihre Ergebnisse sind zum Beispiel interessant für die Forschung an Blutplättchen, die ebenfalls viel mit Vesikeln arbeiten.


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